Das Revier

Erholung und Abenteuer zwischen Zeuthener See und Spreewald

Die Reiseregion Dahme-Seen südöstlich von Berlin ist ein traditionelles Urlaubs- und Ausflugsziel für Gäste aus nah und fern. Sie beginnt am Zeuthener See und Krossinsee und erstreckt sich über die Region Königs Wusterhausen, das Wasserkreuz Prieros, die Teupitzer Seen und das Schenkenländchen bis an den Unteren Spreewald.

Mehr als 70 Seen, 80 Kilometer Wasserstraße über die Dahme, Kanäle und Fließe. Das Wassersportrevier Dahme-Seen zwischen Berlin, Scharmützelsee und Spreewald ist eines der wasserreichsten Urlaubsgebiete im Reiseland Brandenburg.

Das Dahmeland bietet vom Wasser aus (s)einen besonderen Reiz. Für „Wasserneulinge“ wie auch für Freaks stehen für Windsurfen, Wasserpolo, Drachenbootfahren oder Wasserski professionelle Trainer zur Seite. So findet jeder an den zahlreichen Badestränden sein spezielles Vergnügen.

Und Petrijünger? Haben hier schon oft mehr als nur dicke Fische geangelt. Einige Törnvorschläge haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Brandenburg-Havel

Einzigartiges Erlebnis aus Landschaft und Kultur –
Berlin-Potsdam-Brandenburg/Havel

Eine von vielen Schleusen rund um Berlin
Sightseeing vom Wasser aus: hier der Allianztower an der Warschauer Straße in Berlin

Wer einen naturverbundenen Bootsurlaub mit einer Städtereise kombinieren will, für den ist dieser Tourenvorschlag ideal. Die Havel und ihre Seen bieten beste Voraussetzungen für einen Bootsurlaub. Als Kontrast zu der überwiegend naturbelassenen und dünn besiedelten Landschaft erwarten Sie in den drei Städten zahlreiche bedeutende Baudenkmäler und ein buntes Kulturprogramm.

Start- und Endpunkt dieser Tour ist die Havelbucht Scharfe Lanke in Berlin. Von dort geht es auf der Havel in Richtung Süden. Kurz vor Potsdam biegt die Tour nach Westen auf den Jungfernsee und Sacrow-Paretzer-Kanal ab.

Nach der Kanalfahrt beginnt der landschaftlich schönste Teil der Tour. Gemächlich fließt die Havel durch eine weite und stille Wiesenlandschaft mit nur wenigen kleinen Dörfern. Auf den zahlreichen Seen und Havelausbuchtungen können Sie an vielen Stellen ankern und in dem sauberen Havelwasser schwimmen.

Bei km 54,3 zweigt der Stadtkanal ab, der Sie direkt in das Zentrum Brandenburgs mit mehreren öffentlichen Anlegestellen führt: Zeit für einen Landgang.

Von Brandenburg/Havel geht es nun wieder zurück in östliche Richtung. Bei km 32,5 biegt die Tour auf die Potsdamer Havel ab. Vorbei an der sehenswerten Inselstadt Werder und dem Resort Schwielowsee erreichen Sie nach ca. 23 km Potsdam. Für den Landgang stehen Ihnen mehrere moderne Sportboothäfen und direkt in der Innenstadt eine öffentliche Sportbootanlegestelle in der Alten Fahrt zur Verfügung.

Kurz vor der Glienicker Brücke führt die Tour in den Griebnitzsee und über den Prinz-Friedrich-Leopold-Kanal und die Wannsee-Seenkette zurück auf die Havel in Berlin. Wer mit dem Boot weiter in die Berliner Innenstadt fahren will, sollte kurz vor der Spandauer Schleuse auf die Spree-Oder-Wasserstraße einbiegen. Von dort sind es noch einmal 16 km bis zur historischen Mitte von Berlin.

Streckenverlauf Hinfahrt:

Brandenburg – Havel – Sacrow-Paretzer-Kanal – Havel – Berlin Rücktour: Berlin – Wannsee-Seenkette – Potsdam – Potsdamer Havel – Havel – Brandenburg

Abstecher:

Von Brandenburg/Havel in die Beetzsee-Seenkette (18 km), von Brandenburg nach Havelberg (87 km)

Bitte beachten Sie, dass es sich um eine Tourenempfehlung handelt und die Beschreibung nur zur groben Orientierung dient. Sie sollten daher bei der Vorbereitung und Durchführung Ihrer Tour nautische Informations- und Kartenmaterialien hinzuziehen!

Historische Schiffertour

Binnenschiffer-Romantik vom Feinstern: diese Tour lässt die Herzen aller Freizeitkapitäne höher schlagen

Der Großteil der Wasserstraßen in Berlin und Brandenburg wird heute vorrangig von Sportbooten genutzt. Jahrhunderte lang hatten die Wasserstraßen jedoch eine bedeutende Funktion als Verkehrsweg für den Handel und den Transport von Baumaterialien vor allem für den Aufbau Berlins. Um 1900 kamen zum Teil täglich mehr als 400 Schiffe in die Stadt.

Unser Tourenvorschlag vermittelt Ihnen ein kontrastreiches Programm zwischen Industrie- und Technikgeschichte, Landschaftserlebnis und einer Besichtigung Berlins vom Wasser aus.

Die Tour beginnt im Zentrum Berlins am historischen Hafen in Berlin Mitte direkt neben der Mühlendammschleuse. Dort können Sie nicht nur eine beeindruckende Sammlung historischer Schiffe, sondern auch eine Ausstellung über 250 Jahre Binnenschifffahrtsgeschichte besichtigen.

Nur unweit des Hafens befindet sich der U-Bahnhof Märkisches Museum. Über die Linie 2 Richtung Ruhleben erreichen Sie nach sechs Stationen das Deutsche Technikmuseum, ein „Muss“ für jeden Technikliebhaber. Ein Ausstellungsschwerpunkt ist dabei auch die Schifffahrt.

Mit dem Boot geht es vom historischen Hafen über die Spree durch die Berliner Innenstadt mit zahlreichen Baudenkmälern an beiden Uferseiten. Bei km 14,5 zweigt die Tour in einen der ältesten Häfen Berlins, den Humboldthafen, ab und führt Sie auf dem Spandauer Schifffahrtskanal vorbei an traditionellen Berliner Industriestandorten bis in den Tegeler See.

Weiter geht die Fahrt nun auf der Oder-Havel-Wasserstraße. Während bis Oranienburg vor allem Industriebauten das Bild prägen, ist anschließend die Natur Ihr ständiger Begleiter. Bei km 50,4 zweigt der Finowkanal ab, die älteste noch befahrbare künstliche Wasserstraße Deutschlands und ein echter Höhepunkt dieser Tour.

Auf diesem erst seit kurzem wieder schiffbaren Kanal können Sie zwölf Schleusen, Wehre und andere technischen Anlagen bestaunen – darunter die Stadtschleuse Eberswalde, die älteste noch in Betrieb befindliche Originalschleuse Deutschlands. Entlang der teilweise wildromantischen Strecke finden Sie auch zahlreiche Gaststätten, Unterkünfte sowie Fahrradverleihstationen, und auch die Stadt Eberswalde lädt zu einem Rundgang ein.

Bei Liepe mündet der Finowkanal wieder in die Oder-Havel-Wasserstraße. Bis zum liebenswerten Städtchen Oderberg geht die Fahrt durch die reizvolle Landschaft des Oderbruchs.In Oderberg steht ein Besuch des Binnenschifffahrtsmuseums auf dem Programm, dessen Hauptattraktion ein 1897 erbauter Schaufelraddampfer ist.

Damit ist auch der Wendepunkt der Tour erreicht – Zeit, den Rückweg anzutreten. Auf dem Oder-Havel-Kanal erwartet Sie bei der Rücktour aber noch das spektakulärste technische Denkmal in Brandenburg: das Schiffshebewerk Niederfinow. Dort wird Ihr Boot in nur fünf Minuten um 36 m gehoben. Über den Oder-Havel-Kanal geht es nun zurück nach Berlin, nicht aber ohne einen Abstecher auf einen der schönsten und klarsten Seen Brandenburgs, den Werbellinsee, zu unternehmen. Dort können Sie die Tour mit einem eindrucksvollen Natur- und Badeerlebnis krönen.

Bitte beachten Sie, dass es sich um eine Tourenempfehlung handelt und die Beschreibung nur zur groben Orientierung dient. Sie sollten daher bei der Vorbereitung und Durchführung Ihrer Tour nautische Informations- und Kartenmaterialien hinzuziehen!

Törn zum Scharmützelsee

Diese Tour ist mit Charterschein (ohne Sportbootführerschein) möglich

Bringt Abwechslung in die Bootstour:  Eine von mehreren Schleusen, hier die Schleuse „Neue Mühle“

Bevor es vom Anleger direkt in Richtung Scharmützelsee geht, sollte unbedingt ein Abstecher nach Teupitz eingeplant werden. Dieses 800 Jahre alte kleine Städtchen bildet mit seinem gleichnamigen See, den Endpunkt der Teupitzer Seenkette. Über den großen und den kleinen Moddersee geht es zunächst in Richtung Groß Köris. Diese beiden Seen machen ihrem Namen alle Ehre. Daher empfiehlt es sich, unbedingt innerhalb der Fahrrinne zu bleiben. Nach dem Großen Moddersee taucht im Köriser Graben, die Zugbrücke auf. Hier wird der Skipper vor seine erste anspruchsvollere Aufgabe gestellt.

Die Brückenpassage ist relativ eng, die Höhe muss beachtet werden, durch die schräg hineinragende Brücke und es haben sich zu beiden Seiten immer etliche Boote angesammelt, die ihrerseits auf die Passage warten. Die Zugbrücke wird in der Saison zu jeder vollen Stunde geöffnet. Entsprechend sollte die Ankunftszeit gesteuert werden, da die Wartestellen im Graben begrenzt sind. Durch enge Kanäle und weite Seen gelangt man nun ohne weitere Hindernisse in den Teupitzer See, von dem schon Theodor Fontane in seinen „Wanderungen durch die Mark“ schwärmte. In Teupitz angekommen, bietet sich Anlege- und Übernachtungsmöglichkeit an der Seebrücke, die die Besucher quasi direkt ins Herz des Städtchens führt. Hier sind fußläufig Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants erreichbar.

Von hier aus startet dann unsere Tour in Richtung Prieros. Dort münden die Teupitzer Gewässer in die Dahme Wasserstraße. Wer sich einmal fast unberührte Natur ansehen möchte, der sollte unbedingt einen Abstecher nach Märkisch Buchholz einplanen. Über zwei Schleusen geht die Fahrt vorbei an Wiesen, Wäldern und einer Sumpflandschaft mit großartigen Erlenbruchwäldern. Hier entfaltet die Landschaft ihre ganze Urwüchsigkeit. Den Endpunkt dieses Trips bildet das Kaskadenwehr in Märkisch Buchholz. Schon vorher wird das Wasser deutlich flacher, daher ist dort Achtsamkeit geboten. Es befinden sich hier allerdings keine ausgewiesenen Anleger für größere Boote.

Von Prieros zweigen die Storkower Gewässer ab. Für eine Übernachtung oder wenigstens für einen Landgang, sollte die Fischerhütte in Blossin eingeplant werden. Auf dem weiteren Weg nach Storkow, haben die Planer einer Straßenbrücke, leider wenig Geschick bewiesen. Die Durchfahrtshöhe der Straßenbrücke bei Km 13, beträgt nur 3,6 m und grenzt damit die Durchfahrtsmöglichkeit entsprechend ein. Hier muss der Skipper das Boot, entsprechend den Höhenangaben auf seinem Boot, abrüsten. Nach der Schleuse Kummersdorf und dem sich anschließenden Storkower Kanal, ist der Ort Storkow erreicht. Hier erfordern die Selbstbedienungsschleuse und die nachfolgende Selbstbedienungszugbrücke die ganze Aufmerksamkeit und das Geschick der gesamten Besatzung. Obacht ist im Stadtkanal von Storkow geboten, da dieser als relativ schmale Betonrinne ausgebildet ist. Im Storkower See bieten sich diverse Anlegemöglichkeiten für Landgänge und Übernachtungen.

Weiter geht es nach Wendisch Rietz, welches im Anschluss an die gleichnamige Schleuse erreicht wird. Damit ist gleichzeitig auch das Südende des Scharmützelsees erreicht. Fontane nannte ihn „Märkisches Meer“. Kein Wunder, bei einer Nord- Süd- Ausdehnung von ca. 10 Kilometern. Am Nördlichen Ufer erwartet uns der Kurort Bad Saarow mit mehreren schönen Anlegemöglichkeiten, Thermal- Sole- Bad und Wellnesszentrum, sowie einem breit gefächerten Sport- und Freizeitangebot. Falls bei der Rückfahrt bis zum Tourende noch Zeit verbleibt, kann von Prieros aus noch ein Abstecher nach Königs Wusterhausen eingeplant werden.

Bitte beachten Sie, dass es sich um eine Tourenempfehlung handelt und die Beschreibung nur zur groben Orientierung dient. Sie sollten daher bei der Vorbereitung und Durchführung Ihrer Tour nautische Informations- und Kartenmaterialien hinzuziehen!

Schlössertour Caputh

Mit dem Boot durch die Hauptstadt: hier am Bundeskanzleramt

Unser Kulturtipp führt Sie auf dem Wasserwege zu einigen der bedeutendsten Schlösser in Brandenburg und Berlin. Der Reiz dieser Tour liegt nicht nur in den zahlreichen historischen Baudenkmälern, sondern auch in der Besichtigung Berlins vom Wasser aus. Die Tour beginnt in Königs Wusterhausen am Stadthafen an der Stadtschleuse im Nottekanal. Sehr sehenswert ist hier das ehemalige Jagdschloss Friedrich Wilhelms I. Auf der Dahme geht es anschließend nach Berlin-Köpenick, das nicht nur ein Barockschloss, sondern auch eine attraktive historische Altstadt zu bieten hat. Von Köpenick erreichen Sie nach ca. 14 km das historische Zentrum Berlins mit zahlreichen bekannten Sehenswürdigkeiten – allen voran Museumsinsel und Dom. Für die Besichtigung der Innenstadt können Sie die beiden öffentlichen Sportbootliegestellen bei km 16,1 und 15,4 nutzen.

Auf der Spree geht es nun vorbei am Reichstag und durch das neue Regierungsviertel bis zum Schloss Bellevue (km 13), Amtssitz des Bundespräsidenten. Anschließend führt Sie die Tour durch die westliche Berliner Innenstadt bis zum Schloss Charlottenburg (öffentliche Anlegestelle bei km 8,2). Nach sieben Kilometern fließt die Spree in die Havel, auf der Sie die von der Unesco zum Weltkulturerbe erkorene Potsdamer Kulturlandschaft erreichen. Dazu zählen auch das noch in Berlin liegende romantische Lustschloss Friedrich Wilhelms II. auf der Südseite der Pfaueninsel und das Schloss Glienicke am östlichen Ufer des Jungfernsees. Mit etwas Glück finden Sie den Punkt auf dem Jungfernsee, von dem man einen herrlichen Blick sowohl auf das Lustschloss der Pfaueninsel als auch auf das Schloss Babelsberg am Tiefen See und das in südwestlicher Richtung am Heiligen See liegende Marmorpalais hat.

An der Potsdamer Seite der Glienicker Brücke befindet sich eine öffentliche Anlegestelle, nur wenige Meter vom Schloss und Park Glienicke und in entgegengesetzter Richtung vom Marmorpalais und dem Schloss Cecilienhof entfernt. Nach dem Passieren der geschichtsträchtigen Glienicker Brücke sehen Sie am östlichen Ufer des Tiefen Sees Schloss und Park Babelsberg. Leider hat man vom Wasser aus keinen Blick auf das Schloss Sanssouci und das nicht minder spektakuläre Neue Palais. Um dorthin zu gelangen, sollten Sie entweder in der Innenstadt in der Alten Fahrt an der dort geschaffenen öffentlichen Sportbootliegestelle oder an einem der kommerziellen Sportboothäfen an der westlichen Uferseite anlegen, die allesamt Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz haben. Nach Sanssouci bringen Sie die Straßenbahnlinien in Richtung Pirschheide und Schloss Charlottenhof vom Alten Markt aus.

In Potsdam endet unser Tourenvorschlag, nicht aber unbedingt Ihre Bootsfahrt. Entlang der Potsdamer Seen können Sie nicht nur weitere Schlossanlagen wie das wiederhergestellte Schloss Caputh oder Schloss Petzow am Schielowsee besichtigen, sondern einfach auch „nur“ die schöne Gewässerlandschaft genießen.

Bitte beachten Sie, dass es sich um eine Tourenempfehlung handelt und die Beschreibung nur zur groben Orientierung dient. Sie sollten daher bei der Vorbereitung und Durchführung Ihrer Tour nautische Informations- und Kartenmaterialien hinzuziehen!

© 2017 – ALPHACONSULT YACHTCHARTER – MICHAEL ADOMAT